UK- Was ist das?

UK – Definition
Unter dem Begriff der „Unterstützten Kommunikation“ (UK) werden alle Maßnahmen zur Verbesserung der kommunikativen Möglichkeiten von Menschen mit schwer verständlicher oder (noch) fehlender Lautsprache mittels alternativer und ergänzender Kommunikationsformen verstanden. Dies können
körpereigene Kommunikationsformen wie Gestik, Mimik und Gebärden oder nichtelektronische Kommunikationshilfen wie Kommunikationsbücher und –tafeln oder
elektronische Kommunikationsgeräte sein.

UK – für wen?
Die Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation richtet ihr Angebot im Bereich der Diagnostik, Förderung und Beratung an Menschen, denen es nicht möglich ist, in ausreichendem Maße über die Lautsprache zu kommunizieren. Dies können Menschen sein, die aufgrund unterschiedlichster Ursachen in der lautsprachlichen Kommunikation beeinträchtigt sind. Ebenso richten sich die Beratungsangebote an ihre Angehörigen und ihre mit ihnen professionell handelnden Personen.

UK – ab wann?
Die Unterstützte Kommunikation sollte so früh wie möglich eingesetzt werden, da UK erst die notwendigen Voraussetzungen für eine Anregung der Sprachentwicklung schafft.

UK – wie lange?
Die Maßnahmen sind zeitlich variabel, sie können also vorübergehend oder lebensbegleitend erfolgen.

UK – Förderschwerpunkte
Die Maßnahmen verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte je nach individuellem Bedarf. Diese können:
• die Förderung der kommunikativen und sprachlichen Ausdrucksformen
• die Förderung des Sprachverständnisses
• die Regulierung von Verhalten und
• die Vermittlung von Weltwissen und Lerninhalten verfolgen.

Unterstützte Kommunikation ist ein Bestandteil des Rechts auf Bildung für Menschen, die in der Kommunikation beeinträchtigt sind.
(vgl. BRK, Artikel 24 Absatz 3)