Schule

 Inklusion erfordert Zusammenarbeit und Kreativität

Wir stellen Ihnen unsere Umsetzung zu diesem Thema in einem Trailer zu unserem Theaterstück „Leon und seine Freunde“ vor.

Informationen zur Entstehung des Theaterstückes finden Sie unter dem Plakat.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die kreative Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau Görlitz, Projekt ZINT, vertreten durch Frau Dr.Petra Koinzer.

Wir bieten Kindertagesstätten und Schulen die Möglichkeit, unser Theaterteam für einen Projekttag in iherer Einrichtung zu buchen. Informationen dazu entnehmen Sie bitte folgendem Plakat.

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Im Jahr 2013 wurde bei einer Weiterbildung im Landratsamt Görlitz der Lernkoffer „BARRIEREFREIHEIT SPIELEND LERNEN“ vom Behindertenverband Leipzig e.V. in enger Zusammenarbeit mit dem Leipziger Netzwerk Weiterbildung vorgestellt. Umfangreiche Lern- und Hilfsmittel sowie fünf Handpuppen, die jeweils eine andere Behinderung darstellen und das dazu gehörende Buch „ Der kleine Löwe und seine Freunde“ sind in diesem Koffer enthalten.

Gemeinsam mit den Kollegen, die unsere Theater- AG leiten, wurde der Gedanke aufgegriffen, ein Theaterstück zu dieser Thematik zu entwickeln.

Bei unseren Schülern fanden die Handpuppen und deren Geschichte großen Anklang.

Zunächst konnten wir uns nicht vorstellen, wie wir diese „individuellen“ Handpuppen in einem Theaterstück in Szene setzen.

So brauchten wir einige Zeit, um dieses Projekt reifen zu lassen. Gemeinsam mit den Schülern erarbeiteten wir uns das Drehbuch. Systematisch in den Proben wuchs der Inhalt der Geschichte. In der gemeinsamen Arbeit setzten wir verschiedene Szenen mit den Schülern um, so dass auch jeder eine Rolle bekam. Dabei sollte der Grundgedanke des Buches „ Der kleine Löwe und seine Freunde“ erhalten bleiben. Das Anderssein unserer Schüler mit ihren individuellen Fähigkeiten fand in diesem Theaterstück besondere Beachtung. Deshalb wurde der 2. Teil „Besuch im Zirkus“ als Grundlage dafür gewählt.

Da unser Stück an das Buch angelehnt ist, jedoch eine eigene Handlung enthält, wurde es „Leon und seine Freunde“ genannt. Das Theaterstück wird in drei Ebenen gespielt (Handpuppen, Schattentheater und Schauspiel).

Leon lernt seine Freunde in unterschiedlichen Situationen kennen. In einer spannenden Geschichte verpackt werden dem Publikum die verschiedenen Formen der Behinderung nahe gebracht.

Alle verabreden sich zu einem gemeinsamen Zirkusbesuch. Dort angekommen begegnen sie dem Zirkusdirektor, der genervt ist, weil alle Tiere für die Vorstellung ausgefallen sind. Kann die Vorstellung gerettet werde? Gemeinsam finden sie sich zusammen und zeigen wie sie trotz Behinderung zu großer Leistung fähig sind. Mit Tanz, Spannung und jede Menge Spaß versetzen die Schauspieler die Zuschauer in Faszination.

Sehr nahe lag uns der Inklusionsgedanke, ein Projekt an Kindergärten und Schulen zu entwickeln. Wir erarbeiteten uns inhaltliche Schwerpunkte, die differenziert in altersgerechten Stufen mit Kindern umgesetzt werden können. Dabei werden ihnen die verschiedenen Behinderungsarten in unterschiedlichen Stationen, die von unseren Schülern geleitet werden, praktisch nahe gebracht.

„LASST DIE KINDER SELBER TUN, WAS DIE KINDER SELBER TUN KÖNNEN!“

Dieser schöne alte Baum symbolisiert für uns „Leben“ und findet sich in unserem Schulhaus

wieder. Wir versuchen in unserer Arbeit, unseren Schülern „den Weg ins Leben“ aufzuzeigen, miteinander zu leben und zu arbeiten. Unsere Arbeit orientiert sich am Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule für geistig Behinderte. Sie zielt auf:

    • die lebenspraktische Befähigung bzw. die Erhöhung der Lebensqualität,
    • die Förderung der psychischen und physischen Stabilität und der Kommunikationsfähigkeit,
    • die Findung der eigenen Identität sowie
    • den Erwerb von Handlungskompetenzen, die den Schülern ein Höchstmaß an selbstbestimmtem Leben ermöglichen…

Grundlage ist:

§ 5 SOFS (Schulordnung Förderschulen) Aufgabe und Aufbau der Schule für geistig Behinderte

(1) An der Schule für geistig Behinderte werden Schüler mit Förderbedarf im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung unterrichtet und betreut, die aufgrund schwerwiegender Beeinträchtigungen im kognitiven Bereich, verbunden mit sozialkommunikativen und emotionalen Besonderheiten, in den anderen allgemeinbildenden Schulen nicht hinreichend gefördert werden können.